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Hantavirus-Alarm im Mai 2026: Todesfälle auf Kreuzfahrtschiff und Lage in Deutschland

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Darian S.
05.05.2026, 13:27 Uhr ca. 1 Min.
Titelbild

Ein schwerer Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff »MV Hondius« im Atlantik hält derzeit die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Atem. Bisher wurden sieben Infektionen gemeldet; drei Personen sind bereits verstorben, darunter ein deutscher Passagier. Besonders besorgniserregend ist der Verdacht, dass das Virus in diesem speziellen Cluster möglicherweise von Mensch zu Mensch übertragen wurde ein Weg, der bei Hantaviren als äußerst selten gilt.


Die Situation in Deutschland: Während der Ausbruch auf See international Schlagzeilen macht, bleibt die Lage in Deutschland stabil, aber beobachtungswürdig. Bis zum 4. Mai 2026 wurden bundesweit 46 Infektionsfälle registriert.


Wichtige Fakten zum Schutz:

  • Übertragung: Normalerweise erfolgt die Ansteckung über den Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Nagetiere (z. B. Rötelmäuse) oder das Einatmen von aufgewirbeltem Staub beim Reinigen von Kellern oder Dachböden.


  • Symptome: Die Erkrankung beginnt oft mit abruptem hohem Fieber (> 38,5 °C), Kopf-, Rücken- und Bauchschmerzen.


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Quellenangaben

WHO-Bericht (Mai 2026), Robert Koch-Institut (RKI) Infektionsdaten 2026, Fachbericht DER SPIEGEL, Bild: ChatGPT (2026).


Live-Updates zum Beitrag

Update vom 13.05.2026, 19:51 Uhr

Update vom 13.05.2026, 19:50 Uhr: Die Lage rund um den Hantavirus Ausbruch auf der „MV Hondius“ hat sich inzwischen präzisiert. Nach dem aktuellen Stand des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) wurden bis zum 13. Mai insgesamt elf Fälle registriert, darunter acht bestätigte, zwei wahrscheinliche und ein noch nicht abschließend bewerteter Fall; die Zahl der Todesopfer liegt weiterhin bei drei.


Das ECDC teilt zugleich mit, dass seit dem vorherigen Lagebericht keine neuen Erkrankungen und keine weiteren Todesfälle hinzugekommen sind. Bei dem Erreger handelt es sich nach Behördenangaben um das Andes-Hantavirus, also um jene Hantavirus-Variante, bei der eine Übertragung von Mensch zu Mensch grundsätzlich möglich ist, wenn auch nur selten und in der Regel bei engem, längerem Kontakt.

Für Deutschland bleibt die Lage nach Einschätzung der Behörden dennoch überschaubar. Das Robert Koch-Institut (RKI) verweist darauf, dass das Risiko für die Allgemeinbevölkerung im EU-/EWR-Raum weiterhin als sehr gering bewertet wird. Zugleich bestätigt das RKI, dass sich unter den drei Todesopfern auch eine Person aus Deutschland befindet und sich die übrigen deutschen Passagiere derzeit unter besonderen Schutzvorkehrungen in Quarantäne befinden.


Wegen der teils längeren Inkubationszeit schließen die Behörden weitere Fälle unter ehemaligen Passagieren oder Crewmitgliedern in den kommenden Wochen allerdings nicht aus. Der Ausbruch bleibt damit international unter Beobachtung, ohne dass derzeit von einer breiteren Gefährdung der Bevölkerung in Deutschland ausgegangen wird.


Quellen für das Update