Bereits mehr als 55.000 Schülerinnen und Schüler bundesweit haben in den vergangenen Monaten die Schule verlassen, um gegen die Einführung der Wehrpflicht zu demonstrieren. Am Freitag, dem 8. Mai 2026, macht die Bewegung auch in Iserlohn Station pünktlich zum 81. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus.
Wann und wo?
Die Kundgebung in Iserlohn findet statt am Freitag, 8. Mai 2026, ab 13:00 Uhr auf dem Alten Rathausplatz. Veranstalter ist das lokale Bündnis „Schulstreik gegen Wehrpflicht MK" (Märkischer Kreis).
Was steckt dahinter?
Seit dem 1. Januar 2026 ist das neue Wehrdienstgesetz in Kraft. Es verpflichtet alle 18-jährigen Männer, einen Fragebogen der Bundeswehr auszufüllen und legt den Grundstein für eine mögliche Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht. Viele Jugendliche sehen darin einen ersten Schritt in Richtung Zwangsdienst und gehen dagegen auf die Straße.
Eine wachsende Bewegung
Was im Dezember 2025 mit Protesten in rund 90 Städten begann, hat sich zur bundesweiten Bewegung entwickelt. Beim zweiten Schulstreik am 5. März 2026 gingen laut Veranstaltern rund 50.000 Schülerinnen und Schüler in über 150 Städten auf die Straße darunter auch in zahlreichen NRW-Städten wie Dortmund, Bochum, Hagen und Witten. Der 8. Mai ist der dritte und bisher größte Aktionstag: Iserlohn ist offiziell als Demonstrationsort gelistet.
Was fordern die Schüler?
Die Initiative fordert die vollständige Abkehr von jeglicher Wehrpflicht und betont: Bildung, Soziales und echte Zukunftsperspektiven statt Aufrüstung. Auf Plakaten bei früheren Demos war zu lesen: „Sterben steht nicht auf dem Stundenplan" oder „Bildung statt Krieg".
Was droht Teilnehmern?