Von neuen Mensen bis hin zu kompletten Erweiterungsbauten: Die Stadtverwaltung modernisiert die Iserlohner Bildungslandschaft. Auf eine exklusive Rechercheanfrage der Märkischen Zentralzeitung (MZZ) gibt das Rathaus nun einen konkreten Einblick in den Sanierungs Fahrplan der kommenden Jahre.
An den insgesamt 26 städtischen Schulen in Iserlohn wird gebaut, saniert und modernisiert. Besonders der Ausbau der Offenen Ganztagsschulen (OGS) steht an vielen Standorten im Mittelpunkt der städtischen Investitionen. Um den Unterricht so wenig wie möglich zu stören, werden kleinere Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten von der Stadt traditionell gebündelt in den Ferienzeiten durchgeführt. Doch bei den aktuellen Großprojekten reichen die Ferienränder längst nicht mehr aus.
Die größten Bauprojekte bis 2030
Ein besonderer Fokus liegt auf der Gesamtschule Nussberg. Nachdem der dortige Erweiterungsbau bereits im Sommer 2025 erfolgreich fertiggestellt werden konnte, steht nun das nächste Mammutprojekt an: Der komplette Umbau des Bestandsgebäudes soll noch bis voraussichtlich 2030 andauern.
Auch an der Grundschule Im Wiesengrund rollen die Bagger. Hier wird seit März 2023 im laufenden Schulbetrieb gearbeitet. In insgesamt sechs Bauabschnitten entsteht unter anderem eine neue Mensa. Die Fertigstellung ist laut Pressestelle der Stadt Iserlohn für September 2027 anvisiert. In Hennen können sich Schüler, Eltern und Lehrkräfte derweil auf den Neubau der örtlichen OGS freuen, dessen Abschluss für den Sommer 2028 im Kalender steht.
Sicherheit geht bei Mängeln vor
Neben diesen Leuchtturmprojekten muss das Kommunale Immobilien Management (KIM) der Stadt den alltäglichen Verschleiß bewältigen. Die Herausforderung ist gewaltig: Das KIM verzeichnet täglich zwischen 10 und 20 Mängelmeldungen. Diese beziehen sich auf alle 205 städtischen Gebäude, die zusammen eine gigantische Fläche von über 270.000 Quadratmetern umfassen.
Wenn Schäden weitreichende Sanierungen auslösen, müssen diese bewertet und priorisiert werden. Der stellvertretende Pressesprecher der Stadt, Christian Hoeper, erklärt auf MZZ-Anfrage das Vorgehen: Die Einstufung der Dringlichkeit erfolgt im Rahmen jährlicher Begehungen. Dabei gilt eine klare Rangfolge. Sicherheitsaspekte haben die höchste Priorität, gefolgt von der Frage, wie stark der eigentliche Schulbetrieb durch einen Mangel eingeschränkt wird. Erst danach fließt der allgemeine bauliche Zustand in die Bewertung ein.