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Schule & Bildung

Unterrichtsausfall in NRW: Was läuft schief – und was tut das Land dagegen?

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Darian S.
29.05.2026, 21:38 Uhr ca. 4 Min.
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Zu wenig Lehrer, ausgefallene Stunden, überfüllte Klassen- Unterrichtsausfall ist eines der drängendsten Themen an Schulen in Nordrhein-Westfalen. Die Märkische Zentralzeitung hat beim Schulministerium NRW und der Bezirksregierung Arnsberg nachgefragt. Die Antworten zeigen: Es gibt Fortschritte- aber die Herausforderungen bleiben enorm.


Die Zahlen: So viel Unterricht fällt wirklich aus


Seit dem Schuljahr 2023/24 erhebt das Schulministerium NRW systematisch Daten zum Unterrichtsausfall – flächendeckend und detailliert. Die aktuellen Zahlen für das erste Schulhalbjahr 2025/26 wurden am 24. März 2026 veröffentlicht und zeigen laut Ministerium eine positive Entwicklung: Der Anteil des erteilten Unterrichts ist erneut gestiegen, der ersatzlose Ausfall leicht zurückgegangen.

Wer die genauen Zahlen nach Schulform und Region einsehen möchte, findet sie auf der offiziellen Seite des Schulministeriums:


www.schulministerium.nrw/unterrichtsstatistik


Eine direkte Aufschlüsselung für einzelne Kreise wie den Märkischen Kreis ist dort jedoch nicht abrufbar die Bezirksregierung Arnsberg teilte der MZZ auf Anfrage mit, dass ihr aktuell keine spezifischen Problemmeldungen aus dem Märkischen Kreis vorliegen.


Lehrermangel: Das größte Problem bleibt ungelöst


Trotz der positiven Entwicklung beim Unterrichtsausfall gibt das Ministerium offen zu: Der Lehrkräftemangel ist über Jahre entstanden und lässt sich nicht kurzfristig auflösen.

Die Landesregierung hat ein sogenanntes Handlungskonzept Unterrichtsversorgung mit 34 Maßnahmen aufgelegt kurz, mittel- und langfristig. Das Ergebnis bisher: Seit Juni 2022 arbeiten fast 11.000 Beschäftigte mehr an den Schulen des Landes darunter über 2.000 Alltagshelferinnen und Alltagshelfer, die Lehrkräfte im Schulalltag entlasten sollen.

Regelmäßig Anfang Juni und Anfang Dezember – veröffentlicht das Land außerdem aktuelle Daten zur Unterrichtsversorgung, auch auf Ebene der einzelnen Bezirksregierungen.


Schulsozialarbeit: 160 Millionen Euro vom Land


Ein weiterer Baustein ist die Schulsozialarbeit. Das Land NRW fördert sie mit einem jährlichen Programm in Höhe von 57,7 Millionen Euro und ermöglicht damit weit über 1.000 Beschäftigungsverhältnisse an Schulen. Hinzu kommen rund 2.000 weitere Stellen auf Landesebene.

Seit dem Schuljahr 2024/25 können Schulen, die am sogenannten Startchancen-Programm teilnehmen, zusätzlich eigene Schulsozialarbeiter als Landesbeschäftigte einstellen – bislang wurden fast 800 Menschen auf diesem Weg eingestellt.


Digitalisierung: Milliarden für NRWs Schulen


Im Bereich Digitalisierung setzt das Land auf den DigitalPakt 2.0: Bund und Länder stellen bis Ende 2033 insgesamt 5 Milliarden Euro bereit, rund 1 Milliarde Euro davon für Nordrhein-Westfalen. Das Geld kann für digitale Ausstattung, Software, Bildungsmedien und IT-Administration eingesetzt werden.

Parallel dazu fördert das Land den Einsatz digitaler Werkzeuge wie die Lesekompetenz-App LeOn oder divomath für den Mathematikunterricht – und treibt den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Unterricht aktiv voran.


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Quellenangaben

Offizielle Stellungnahme des Schulministeriums NRW, Matthias Lambert (Pressereferent), auf Presseanfrage der Märkischen Zentralzeitung, Mai 2026. Offizielle Stellungnahme der Bezirksregierung Arnsberg, Christoph Söbbeler (Pressesprecher), auf Presseanfrage der Märkischen Zentralzeitung, Mai 2026. Statement von Ministerpräsident Hendrik Wüst, übermittelt durch Julian Reimann (Pressestelle Staatskanzlei NRW), auf Presseanfrage der Märkischen Zentralzeitung, Mai 2026. Foto: WOKANDAPIX / Pixabay (Kostenlose Lizenz)