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Bürokratieabbau auf Kosten der Kühe? Tierschützer kritisieren geplante Streichung der Weideprämie

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Darian S.
24.06.2026, 19:53 Uhr ca. 2 Min.
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Berlin.


Die Bundesregierung plant offenbar, die bereits beschlossene Weideprämie für Milchkühe im Zuge des neuen Bürokratierückbaugesetzes komplett zu kippen. Tierschutz- und Umweltorganisationen unter dem Dach des Deutschen Naturschutzrings (DNR) schlagen nun Alarm: Sie warnen vor einem massiven Rückschritt für den Tierschutz und fordern Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer sowie die Regierungsfraktionen auf, die Streichung sofort zurückzunehmen.


Ursprünglich war die finanzielle Förderung als sogenannte Öko-Regelung bereits für das Jahr 2024 beschlossen worden. Nachdem sie zunächst aus organisatorischen Gründen auf 2025 verschoben wurde, droht dem freiwilligen Förderinstrument nun das endgültige Aus. Die Prämie ist dafür gedacht, landwirtschaftliche Betriebe finanziell zu unterstützen, die ihren Milchkühen regelmäßigen Zugang zu Weideflächen gewähren. Ohne diese staatlichen Zuschüsse steht die Weidehaltung unter enormem wirtschaftlichen Druck, da der Markt den zusätzlichen Aufwand der Landwirte bisher kaum honoriert.


„Bürokratieabbau darf nicht zulasten der Tierschutzförderung gehen“, kritisiert Thomas Schröder, Vizepräsident des DNR und Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Aus einer angekündigten Verschiebung dürfe keine stille Streichung werden. Er verweist darauf, dass die Abschaffung im direkten Widerspruch zum Koalitionsvertrag stehe, der eigentlich mehr Anreize für Klima-, Umwelt- und Tierschutz verspreche. Schröder mahnt vor allem mehr Planungssicherheit für die Landwirte an: „Wer Weidehaltung erhalten will, muss Betriebe verlässlich unterstützen – statt die beschlossene Förderung kurz vor dem Start wieder abzuräumen.“

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Quellenangaben

Pressemitteilung des Deutschen Naturschutzrings (DNR) / Deutscher Tierschutzbund e.V. vom 23. Juni 2026